Unser Investmentprozess

Der Investmentprozess unterscheidet sich in vielen Teilen von den etablierten Ansätzen. Die Anlageentscheidungen stützen sich hierbei auf einen fundamental geprägten Top-Down Ansatz. Dahinter steht die Überzeugung, dass sich die Kapitalmärkte letztendlich nicht dauerhaft von den realwirtschaftlichen Entwicklungen lösen können. Deshalb werden zunächst die globalen makroökonomischen Rahmenbedingungen analysiert und anschließend Konjunktur- und Wachstumsprognosen erstellt.

 

Gleichzeitig werden Kapitalmärkte und das monetäre Umfeld insbesondere in Hinsicht auf Ungleichgewichte und systemische Risiken untersucht. Sozioökonomische und politische Entwicklungen werden entsprechend kritisch gewürdigt. Diese Analysen bilden die Grundlage zur weiteren Prognose der Preis-, Zins- und Wechselkursentwicklung. Aus der sich hieraus gebildeten Marktmeinung wird eine grundsätzliche mittel- bis langfristige Anlagestrategie in Bezug auf Laufzeitenstruktur, Anleihenklasse, Länderauswahl, Bonität bzw. Ratingklasse und Branche entwickelt. Im Anschluss erfolgt in einem dezidierten Bottom-Up Ansatz die Auswahl der Emittenten. Hier kommen qualitative sowie quantitative Analysen zum Einsatz. In der qualitativen Analyse untersucht das Buy Side Credit Research zunächst das wirtschaftliche Umfeld des Emittenten in Bezug auf Branche, Absatzmärkte und geografische Diversifikation. Zudem betrachtet das Team die Anbieter- und Kundenstruktur, um Konzentrations- und Korrelationsrisiken zu erkennen. Unternehmensstrategien, die Qualität des Managements sowie die Struktur der Anteilseigner werden in die Analyse mit einbezogen.

 

Eine entscheidende Bedeutung kommt der Auswertung von Bilanz- und Liquiditätskennzahlen sowie Kreditrisikokennzahlen zu. Das Team ist hierdurch in der Lage bei Bedarf ein eigenes Schattenrating neben den bekannten Ratingagenturen bzw. für nicht geratete Anleihen zu erstellen. Die intensive Relative-Value Analyse, d.h. die Betrachtung der Risikoaufschläge im Vergleich zur CDS-Kurve oder zu anderen Emittenten innerhalb der Peergroup, optimiert das Chancen-Risikoverhältnis. Dies führt schließlich zur Auswahl des spezifischen Bonds. Zuletzt sucht das Trading Desk unabhängig über das große Brokernetzwerk den besten Preis für die Fonds (Best Execution). Um jederzeit Veränderungen sofort erkennen zu können, werden das Anlageuniversum und die Bestände permanent in eigens modellierten Datenbanken auf Veränderungen in Bezug auf Kreditkennzahlen, Bloomberg-Unternehmensnachrichten überwacht. Hierdurch ist die Zantke & Cie. Asset Management GmbH in der Lage zeitnah auf Marktveränderungen zu reagieren.

 

 

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